(Ankündigung 2008:) Es ist nicht mein eigentliches, privat geführtes, es kommt aber mitunter zu Parallelen im Eintrag, weil ich eh schon ein zweites Tagebuch fürs Film Mäg schreibe, für drei verschiedene Tagebücher habe ich leider erst recht keine Zeit, ich bitte um Verständnis. Das ganz private Tagebuch steht bei mir zuhause im Regal, über 30 Jahrgänge, hab schon als Schüler begonnen; in Kladden, ab 1992 in A4-Ringbüchern, seit 2008 auf Festplatte und Ausdrucken im Ringbuch. Dieses Regal-Tagebuch geht grundsätzlich niemanden was an, höchstens die Theater- und Filmwisenschaftler dürfen sich nach meinem Ableben damit herumschlagen.
Montag, 3.im Juli 2010
Letzte Woche konnte ich endlich am Film weiterarbeiten, dank Hameth und Ralf. Ich wollte ja schon aus dem filmhaus austreten, nachdem ich mich über diese eine Kuh so aufregen mßte, ist schon eine Unverschämtheit, was die sich manchmal leisten, obwohl man ja jeden Monat erstmal brav zahlen muß, bevor man was von der Mitgliedschaft - mit viel Glück - hat.
altere Einträge
07.07.08
Heute Kayo gefragt, ob sie eine Rolle im Film spielen will. Problem, daß sie erst so schlecht Deutsch kann und ich kein japanisch außer ein paar Fetzen. Was Japaner und Franzosen gemein ist: beide Völker haben es offenbar nicht nötig, Englisch zu lernen. Beneidenswert.
14.07.08
Heute Festakt zum Beginn des neuen Status der Leopoldina als der maßgebenden Akademie. Wie üblich vorher jahrelanges Gerangel zwischen Bund und Ländern. Die Leopoldina ist die älteste Aka in Europa, hat einen schönen Namen und den Ossie-Bonus (muß b esonders gefördert werden), sonst gibts eigentlich keinen Grund. Aber natürlich viele Gäste, auch aus dem Ausland. Ärgerlich, daß es mal wieder die Natirwissenschaften sind, die bevorzugt werden, im Land der Dichter und Denker.
17.07.08
In meiner Bio über Raymond Chandler geblättert, auf ein Bild von ihm als Soldat im 1. WK gestoßen. Einfach unglaublich, dieser Mann hatte so eine Ausdruckskraft als junger Mensch, das junge Gesicht starhlt diese typisch amerikanische Offenheit aus, dabei aber ganz unaufdringlich, faszinierend. Wenn Chandler schon Kriegsgreuel gesehen hatte, hat es ihn nicht gebrochen, andererseits wirkt er sensibel. Auch ein attraktives, schönes Gesicht, aber nicht feminin.
30.07.08
Bei den Bayreuther Festspielen Public Viewing mit angebl. 14.000 Zuschauern, muß man sich mal vorstellen. das läßt einen wieder den Glauben an die Menschheit gewinnen. Sie sahen die Meistersinger, ist natürlich auch leichter verdaulich als Parsifal.